Wetterfühligkeit: Können Wetterwechsel krank machen?
„Dies wiederum führt zu einer verringerten Blutströmungsgeschwindigkeit bis hin zum Blutstau in den Venen, das Risiko für Verklumpungen und die Bildung venöser Thrombosen kann ansteigen“, erklärt Prof. Matzarakis. Durch dieerhöhte Viskosität ist das Fließvermögen des Blutes herabgesetzt. Für Patienten mit koronarer Herzkrankheit,Verengungen der peripheren Arterien (pAVK) oder der Venen bedeuten Wetterextreme somit ein zusätzliches Risiko für Komplikationen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Gerinnselbildung. Die Raumtemperatur ist ein entscheidender Faktor, der sich direkt auf die Hypertonie auswirken kann.
Sie warnt den Menschen eher davon, dass etwas im Körper nicht stimmt, doch auf eine ähnliche Weise wie die Gänsehaut bei Kälte. Körperliche Reaktionen zeigen immer, dass eine Unpässlichkeit besteht und es besser ist, an diesem oder in den kommenden Tagen die Leistung ein wenig herunterzufahren. • Kopfschmerzen – Kopfschmerzen lassen sich mit den üblichen Schmerzmitteln behandeln. Bei stärkeren Schmerzen oder bei der boomerang bet login Migräne hilft es, den Raum deutlich abzudunkeln, im Stillen zu liegen und eventuell ein kühles Tuch in den Nacken zu legen. Bei bestimmter Witterung oder Wetterwechseln schmerzen alte Narben oder fühlen sich wund an. Auch längst verheilte Knochenbrüche, gerade die, die operativ versorgt wurden, sind wieder spürbar.
Mit jeder Pulsdruck-Steigerung um 10 mm/Hg steigt die Gefahr kardiovaskulärer Komplikationen statistisch um 23 Prozent – ein erhöhter Plusdruck ist daher zumindest ein wichtiger Risikomarker für die Früherkennung von Herz-Kreislauf-Krankheiten. Eine regelmäßige Messung und Dokumentation der Werte, bestenfalls über Jahre, helfen bei der Analyse und Bewertung der Blutdruckdaten. Der Behandlungsprozess ist ziemlich kompliziert und das Ergebnis ist instabil. Dies ist auf eine große Anzahl von Gründen zurückzuführen, die eine hohe Empfindlichkeit gegenüber Änderungen des atmosphärischen Drucks hervorrufen können. Eine wichtige Rolle bei der Anpassung des Körpers an häufige Wetterveränderungen spielt die Schilddrüse.
Die Entstehung von Stickoxiden ist dagegen deutlich schwieriger in den Griff zu bekommen. Das liegt daran, weil diese aufgrund des enormen Stickstoff-Anteils in der Erdatmosphäre bei jeder Form von Verbrennung unweigerlich entstehen. Schwindel, Unwohlsein, Erschöpfung – das sind die Hauptprobleme, die Betroffene erleiden. Jeder, der schon einmal Kopfschmerzen hatte, kennt die verminderte Leistungsfähigkeit und das allgemeine Unwohlsein. Migränebetroffene hingegen durchleben teils die Hölle während ihres Schubs und sind nun krank.
Dieser Prozess, auch als Frost-Tau-Wechsel bekannt, richtet über die Jahre hinweg häufig erhebliche Schäden an. Das gilt insbesondere in Regionen mit häufigen Temperaturschwankungen um den Gefrierpunkt. Ein Schlüsselelement, um den Einfluss des Wetters auf den Schienenverkehr zu minimieren, ist das Informationsmanagement.
Ein wichtiger Effekt ist der Anstieg des Meeresspiegels durch thermische Ausdehnung, sowie das Abschmelzen von Gletschern und der Rückgang des Meereises. Über komplexe Zusammenhänge des Klimasystems können sich solche Veränderungen indirekt auf unser Wetter auswirken. So wird seit Längerem diskutiert, ob sich Veränderungen im Meereis auf die atmosphärische Zirkulation auswirken.
- Der von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) standardisierte Zeitraum, durch den das Klima einer Region festgelegt wird, beträgt 30 Jahre.
- Mit diesem Begriff werden Prozesse beschrieben, die, vergleichbar mit einer Reihe von Dominosteinen, vom Klimawandel getrieben, ab einem gewissen Grenzwert in einen neuen Zustand kippen.
- Basierend auf Grenzwerten für Staub und andere Emissionen, sowie Wetterbeobachtungen, werden deshalb in besonders Smog-geplagten Gebieten immer wieder Fahrverbote erlassen oder ganze Fabriken tageweise stillgelegt.
- Ob wir uns für einen Spaziergang entscheiden, den Arbeitsweg planen oder den Tag am Strand verbringen wollen – all diese Entscheidungen werden maßgeblich vom aktuellen und prognostizierten Wetter beeinflusst.
- Thermoregulation, der Prozess der Aufrechterhaltung einer stabilen Körpertemperatur, ist eng mit der Blutdruckkontrolle verbunden.
Staub wird medial meistens nur in Form des Feinstaubs angesprochen – der aufgrund seiner Lungengängigkeit die Gesundheit direkt beeinträchtigt. Ein wenig geht dabei unter, wie sehr die sich ständig in der Luft befindlichen, gigantischen Staubmassen ebenso eine sehr relevante Rolle für das Wetter spielen. Beispielsweise könnten dann Permafrostböden noch stärker tauen, was wiederum gigantische Mengen bislang eingeschlossenes Kohlenstoffdioxid und Methan freisetzen würde. Studium der Meteorologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, seit 2002 bei wetter.net. • Notfallkoffer – zugleich hilft es, stets für den Ernstfall seinen persönlichen Notfallkoffer paratzuhalten. Darunter müssen nun keine Medikamente zu verstehen sein, wenngleich sie natürlich darein dürfen.
Trotz Technologie sind wir immer noch vom Wetter abhängig
Die davon ausgelöste Luftbeeinträchtigung, kann sich direkt nachteilig auswirken. Bei den staubbedingten Wettereffekten ist die Wirkung jedoch weniger eindeutig. Der Mensch hatte schon Auswirkungen auf das Wetter, lange bevor es einen menschgemachten Klimawandel gab – oder überhaupt eine Industrialisierung begonnen hatte. Und obwohl die alltäglichen Wetter-Auswirkungen aufgrund des Klimawandels tatsächlich das bedeutendste Beispiel für menschliche Einflussnahme sind, so existieren noch einige weitere Ausprägungen.
Die Ursache liegt in der Luft
Zusätzlich dazu wirkt sich das Wetter morgen auf unsere Freizeitgestaltung aus. Ob wir uns für Outdoor-Aktivitäten entscheiden, einen Grillabend planen oder einfach nur die Natur genießen möchten, hängt oft von den aktuellen Wetterverhältnissen ab. Das Wetter hat einen maßgeblichen Einfluss auf unseren Alltag, reicht weit über bloße meteorologische Interessen hinaus und prägt verschiedene Aspekte unseres täglichen Lebens.
Stetiges Wetter, also Klima, beeinflusst seine Umwelt und hinterlässt Spuren in Gestein, Eis, Tier- und Pflanzenwelt, sogenannte proxies (Stellvertreter). Paläoklimatologen suchen nach diesen indirekten Spuren vergangener Klimaverhältnisse und rekonstruieren auf dieser Grundlage die Klimabedingungen vergangener Jahrtausende. So wird beispielsweise das Pflanzenwachstum durch regenreiche, warme Sommer meist angeregt. Wenn also Baumstämme Jahrhunderte überdauern, weil sie luftdicht im Schlick eingelagert wurden, dann kann man anhand ihrer Wachstumsringe auf Niederschlagsmenge und Temperatur schließen – und so letztlich auf vergangene Klimabedingungen. Thermoregulation, der Prozess der Aufrechterhaltung einer stabilen Körpertemperatur, ist eng mit der Blutdruckkontrolle verbunden. Änderungen in der Raumtemperatur können die körpereigene Thermoregulation beeinflussen und dadurch indirekt den Blutdruck verändern.
Diese Theorie kann jedoch nicht auf die Masse der Betroffenen angewandt werden, das heißt, sie würde höchstens einen Prozentsatz betreffen. Dass auch Tiere Wetterfühligkeit zeigen, obwohl sie definitiv kognitiv nicht dazu in der Lage sind, bestimmte Ableitungen herzustellen oder sich Symptome einzubilden, widerspricht der These ohnehin. Viel zu selten wird bei der Blutdruckmessung dem Differenzwert des gemessenen systolischen und diastolischen Wertes Beachtung geschenkt. Der sogenannten Pulsdruck zwischen dem systolischen und diastolischen Blutdruck sollte im Idealfall unter 45 mm/Hg liegen. Von einem „erhöhten“ Pulsdruck spricht man bei Werten zwischen 55 und 65 mm/Hg vor, ab 65 mm/Hg spricht man von einem „stark erhöhten“ Wert.
Wie lassen sich Symptome behandeln, für die es eigentlich keine medizinische Ursache gibt? Wetterfühligkeit ist schließlich kein Zahnschmerz, der abebbt, sobald der Zahn behandelt wurde. Fakt ist natürlich, dass die Linderung rein die Symptome betreffen kann, denn eine Behandlung der Wetterfühligkeit ist im Ganzen nicht möglich. Handelt es sich bei den Symptomen um krankheitsbedingte Vorschäden/Leiden, so setzen die Maßnahmen dort an, wo ohnehin immer gewirkt wird, wenn ein Schub erlebt wird. Ob sie nun schmerzbedingt ist, auf das Unwohlsein oder den Reizdarm zurückzuführen ist oder am Ende psychische Hintergründe hat, entscheidet der Einzelfall. Wenn die Witterung einen Trigger darstellen kann, so ist es möglich, dass die Wetterfühligkeit als Alarmsirene fungiert.
Smog lässt sich nur vermeiden, indem die beteiligten Schadstoffausstöße reduziert werden. Insbesondere deshalb, weil sich die dahinterstehenden Wetterlagen nicht kontrollieren lassen, setzt man deshalb heute – neben allgemeiner Abgasreduktion und -reinigung – nötigenfalls auf Fahr- und Betriebsverbote. Umgekehrt ist das Wetter jedoch eine der wichtigsten Ursachen für die Smog-Entstehung. Grund sind Wetterlagen, bei denen es keine gute vertikale und horizontale Luftdurchmischung gibt. Kommt es beispielsweise bei Windstille zu einer Inversionswetterlage, dann kann lokal eine regelrechte Smog-Glocke entstehen.

